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Killer und belanglose Gedanken zum Schreiben
Das nächste Semester könnte tödlich werden. So rein zeitaufwandtechnisch. Aber.... HALLO, die Kurse sind so dermaßen gut! Wenn alles so klappt, dann belege ich, neben diversen Seminaren zu Themen, die sich hochinteressant anhören, auch einen Schauspielkurs und ein Seminar über Kreatives Schreiben, inklusive Charakter- und Plotentwicklung. Das gibt mir auf der anderen Seite noch mehr Anreiz, jetzt in den Semsterferien so viel wie möglich an der Bernsteinflamme weiter zu schreiben, denn ab April wird dafür unter Umständen nicht mehr so viel Zeit sein. Aber egal. Wenn ich in die Kurse reinkomme, dann habe ich einen großen Teil meines Ergänzungsfachs und der Sprachpraxis-Sachen abgedeckt. Bleibt nur noch die Frage, ob man in die Kurse auch reinkommt ![]() Was das Schreiben als Solches angeht: Ich hatte vor ein paar Tagen ein seltsames Schreiberlebnis. Nachdem ich den ganzen Tag für Pragmatik gelernt hatte, musste ich abends einfach schreiben. Aber nicht an der Stelle, wo ich aufgehört habe, sonder ein bisschen weiter vorne in der Story. Wenn ich es jetzt nochmal lese, würde ich sage, es gehört zu den stärkeren Sachen, die ich bisher geschrieben habe. Es erinnert mich vom Stil her an die FFs, die ich vor ein paar Jahren fabriziert habe. Das hat einen guten Grund: Es ist aus der Perspektive einer einzigen Person geschrieben. Die ganze Bernsteinflamme wird bisher ja aus einer eher neutralen Sicht erzählt, und wenn, dann aus Lanzos oder (ganz selten und kurz) Titanias oder Leias. Für das erste Unterbuch war es auch genau so geplant; fürs zweite und dritte war ein Erzählerbruch geplant. Der Teil, den ich diese Woche geschrieben habe, hat den Kommentatorenstatus quasi direkt in Eddas Kopf. Das, was passiert, ist einigermaßen heftig, und ich bin sehr unsicher, ob ich es so lasse, und durch die Perspektive wird es noch verstärkt. Dadurch liest es sich dermaßen anders, dass es mich überlegen lässt, ob das erste Unterbuch nicht auch schon eine klarere Erzählperspektive haben sollte. Im ersten Unterbuch hüpft man quasi von einem Kopf in den anderen: Meistens ist man bei Lanzo, dann mal bei Leia, dann für einen Moment bei Aris, dann wieder bei Lanzo. Immer kleine Kurztrips von der einigermaßen neutralen Haltung weg. Mh. Keine Ahnung. Was ich eigentlich nicht will, ist eine Struktur wie in den "Song of Ice and Fire"-Büchern, wo es einen Pool von Hauptcharakteren gibt, aus deren Sicht man sich, Kapitel für Kapitel, vorhangelt. Es liest sich wirklich, wirklich gut. Aber zur Bernsteinflamme passt es nicht so wirklich; es hat ja immer noch den Anspruch, ein Bericht zu sein. Die Prämisse (in meinem Kopf zumindest) war, dass der fiktive Autor nach den Ereignissen die Hauptcharaktere ausgequetscht und um detaillierte Berichte gebeten hat, damit der alles ganz genau niederschreiben kann. Von daher sind zeitweise Erzählsprünge in verschiedene Köpfe schon in Ordnung. Spätestens im 3. Teil sind sie sowieso dringend notwendig. Auf jeden Fall war es erfrischend, nochmal auf diese Weise zu schreiben. Das habe ich seit gut 2 1/2 Jahren nicht mehr getan (eben solange ich keine FFs mehr geschrieben habe). Das ist der Grund, warum ich schonmal denke, dass es wirklich schwer ist, eine ordentliche Charakterentwicklung UND einen großen Storybogen unter einen Hut zu bekommen. Vor allem, wenn es so viele Figuren gibt. Es haben sich auch mal wieder ein paar Sachen geändert. Es gibt ein paar Neuerungen am Wesen der Nachtalben (vor allem, was das Sterben angeht) und in der Handhabung von Magie. Mein lieber Pirat, der bald auf der Bildfläche erscheint, hat ENDLICH (nach 1 1/2 Jahren) einen Namen (und für die lange Überleg-Zeit ist er ernüchternd simpel), der Vosegus ist ENDLICH seinen Arbeitstitel losgeworden (er ist nicht ganz anders als "Vosegus", aber... wenn schon alle anderen Landstriche umbenannt wurden, sollte das auch für die Vogesen gelten ), Runwen hat eine Schonfrist, die allerdings die ganze Endsituation der Geschichte etwas klarer werden lässt. Garesh und Hespas entwickeln sich in meinem Kopf zu kleinen Lieblingen (obwohl vor allem Letzterer soooo unwichtig ist. Wirklich. Außer für Eddas Hintergrund, der Brun unter Umständen schockieren würde und von dem wir in der Geschichte nichts wissen müssen). Das Verhältnis von Aris und Nimur nimmt interessante Züge an. Das war ja ohnehin geplant, aber es dann auch zu schreiben, ist was anderes. Schadet ihnen jedenfalls beiden nichts, den alten Dickköpfen.Und Lanzo lernt endlich, seinen Kopf auszuschalten. Wenigstens zeitweise. Puh. Ich glaube, das schwerste ist, sich nicht in Details zu verlieren. Bzw. die Details an die richtigen Stellen zu setzen und anderswo einzusparen. Yeeha
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chrissi (10.2.12 10:59) Puh, nach meiner ganzen Anime-Erfahrung der letzten Monate würd ich eindeutig zustimmen, dass es schwer ist, Charakterentwicklung und Story unter einen Hut zu bringen. Dafür ist ein Roman echt ein schwieriges Medium. Und was den Hintergrund angeht: Ich will ausführliche Anhänge! Oder einfach exklusives Hintergrundwissen, das kein anderer hat, egal. :D Aber gespannt bin ich wie ein Flitzebogen! |
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